Lesung mit Steffen Kopetzky

Lesung mit Steffen Kopetzky "Monschau" in Kooperation mit der Katholischen Öffentlichen Bücherei – gefördert durch Neustart Kultur

Datum: 09. Juli 2021
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Pfarrsaal Schrobenhausen
Lesung/Autorenbegegnung: "Monschau" mit Steffen Kopetzky
Eintritt: 10,00 € / Ermäßigte (Schüler/Studenten) 8,00 €
Vorverkauf: VHS, Stadtbücherei Schrobenhausen, Öffentliche Katholische Bücherei, Buchhandlung an der Stadtmauer

Im Jahr 1962, als das nukleare Wettrüsten seinen Höhepunkt erreicht, als in Algier und Paris Bomben explodieren, bricht im Wirtschaftswunder-Deutschland der junge Mediziner Nikolaos Spyridakis an der Seite Günter Stüttgens in die Eifel auf. Im Kreis Monschau sind die Pocken ausgebrochen, hochansteckend und lebensgefährlich. Mitten im Karneval droht nun Stillstand, Quarantäne. Der Rither-Chef will die Fabrik um jeden Preis offenhalten, keine zwanzig Jahre nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs ist man weltweit gut im Geschäft. Ganz andere Pläne hegt Vera Rither: die Alleinerbin studiert in Paris, bewundert de Beauvoir und kehrt mit Jazzplatten und einer Schreibmaschine zurück nach Monschau. Dort begegnet sie Nikolaos, der als Betriebsarzt durch die tief verschneite Eifel zur Patientenvisite gefahren wird, vor Ansteckung geschützt durch einen Stahlarbeiteranzug. So unterschiedlich die beiden auch sind – der kretische Arzt, der als Kind die Gräuel der deutschen Besatzung miterlebt hat, und die schwerreiche Vollwaise – sie entdecken schnell, dass sie mehr verbindet als die Liebe zu Miles Davis. Doch die Krankheitsfälle häufen sich, und das Virus nimmt sich, was es kriegen kann.

Steffen Kopetzky erzählt von einer Liebe im Ausnahmezustand, von einer Krise und dem Medienereignis der jungen Bundesrepublik und verwandelt ein Kapitel deutscher Geschichte in packende Literatur.

Steffen Kopetzky, geboren 1971 ist Autor von Romanen, Erzählungen, Hörspielen und Theaterstücken. Sein Roman «Risiko» (2015) stand monatelang auf der «Spiegel»-Bestsellerliste und war für den Deutschen Buchpreis nominiert, der «Spiegel»-Bestseller «Propaganda» (2019) für den Bayerischen Buchpreis. Von 2002 bis 2008 war Kopetzky künstlerischer Leiter der Theater-Biennale Bonn, 2007 gründetet er den Neuen Pfaffenhofener Kunstverein, von 2008 bis 2020 war er ehrenamtlicher Kulturreferent seiner Heimatstadt Pfaffenhofen an der Ilm, wo er mit seiner Familie lebt.

Rowohlt Berlin Presseartikel zum Buch

Lesebühne in der Stadtbücherei

Lesebühne mit Melanie Arzenheimer, Raphael Lichtenberger und Mathias Petry – gefördert durch Neustart Kultur

Datum: 15. August 2021
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Stadtbücherei Schrobenhausen
Eintritt: 5,00 €

Bereits zum zweiten Mal bietet die Schrobenhausener Lesebühne gleich drei Autoren aus der Region die Gelegenheit, im Rahmen von SOB LIEST. ihre Werke und ihre Arbeit zu präsentieren.
Raphael Lichtenberg hat mit seinem Roman "Heavenleaks" ein humorvolles, satirisches Debüt hingelegt und beschreibt mit spitzer Feder, wie unsere Erde entstanden sein könnte. Der 1979 in Gießen geborene Autor kann auf eine abwechslungsreiche Berufslaufbahn zurückblicken, die ihn schließlich - nach einigen Umwegen - nach Bayern und in den Berufsstand des Lehrers brachte. Lichtenbergs parodistischer Roman hält uns allen den Spiegel vor, was nicht immer angenehm aber jederzeit extrem unterhaltsam ist.

Melanie Arzenheimer, die ausgebildete Hörfunkredakteurin und Moderatorin arbeitet als Journalistin, Autorin, Werbetexterin und Lyrikerin. Als „Seltsammlerin“ ist sie jede Woche bei Radio IN zu hören und betreibt dazu einen Blog www.seltsammelsurium.de, der sich mit historischen Orten, Personen und Objekten (und reichlich Morbidem) aus der Region befasst. Sie betreibt mit dem Erna Magazin (www.erna-magazin.de) außerdem ein eigenes Online-Satiremagazin für die Region Ingolstadt.
 
Bei meiner Lesung werde ich Gereimtes und Ungereimtheiten aus meinen drei Lyrikbänden sowie neuere, noch unveröffentlichte Gedichte lesen. Der schwarze Humor wird dabei nicht zu kurz kommen, obwohl ich ja nicht die Größte bin. 2009 hat Melanie Arzenheimer den Lyrikwettbewerb „Hochstadter Stier“ gewonnen, sie ist stolze Trägerin der „Medaille de Pille Palais“ des MuT e.V. Eichstätt und wurde 2013 zu den Münchner Turmschreibern berufen. Seit 2017 ist sie Mitglied des Turmschreiber-Präsidiums. Melanie Arzenheimer hat bisher drei eigene Gedichtbände sowie zahlreichen Beiträge in diversen Anthologien veröffentlicht. Zusammen mit Anton G. Leitner hat sie 2018 die buchstarke Zeitschrift DAS GEDICHT herausgegeben. 2018 stand sie zusammen mit Sisi Wein in dem Kabarettprogramm „MuT zur Erotik – Endstation Eichstätt“ auf der Bühne. Daneben schreibt sie Theaterstücke für Erwachsene und Kinder. Schließlich der dritte Mann im Bunde: Mathias Petry, Redakteur der Schrobenhausener Zeitung, Musiker und natürlich Autor der Bücher um das bayerische Dorf Hudlhub. Mittlerweile ist der dritte Band der beliebten kriminellen Heimatromane erschienen, aus dem Petry an diesem Abend lesen wird: "Gailing - ein verschwörerisch-kurioser Heimatroman".

Musikalisch wird der Abend von Lisa Moosheimer begleitet

Krimi & Gin mit Carsten Sebastian Henn & Christian Gradwohl

SOB LIEST. 2021 Krimi & Gin mit Carsten Sebastian Henn & Christian Gradwohl „Der Gin des Lebens“ – gefördert durch Neustart Kultur

Datum: 04. September 2021
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: bei gutem Wetter Pflegschloss-Garten/ bei schlechtem Wetter Stadtbücherei Schrobenhausen
Veranstaltung: Krimi & Gin: „Der Gin des Lebens“ mit Carsten Sebastian Henn & Christian Gradwohl
Eintritt inkl. Ginverkostung: 19,00 €
Vorverkauf: Stadtbücherei Schrobenhausen, Öffentliche Katholische Bücherei, VHS Schrobenhausen, Buchhandlung an der Stadtmauer

Carsten Sebastian Henn & Christian Gradwohl kombinieren auf unterhaltsame Weise eine Krimilesung mit Ginverkostung.

Eines schönen Morgens findet Cathy Callghan, Betreiberin eines kleinen Bed & Breakfast in Plymouth/Südwestengland, eine Leiche im Garten. Es handelt sich um einen stadtbekannten Obdachlosen, der mehr gesehen hat, als im guttat. Auch für Bene Lerchenfeld kommt´s knüppeldick: Seine langjährige Freundin Annika verlässt ihn, als er ihr gerade einen Heiratsantrag machen will.

Und dann hat er noch einen Unfall mit seinem geliebten Oldtimer…Für Bene steht fest: Es muss sich etwas ändern. Darauf will er anstoßen, und zwar mit der Flasche selbstgebrannten Gins, die ihm sein verstorbener Vater vermacht hat. Der Gin schmeckt besser als alles, was Bene je getrunken hat.

Er beschließt, das verlorene Rezept dieses ganz besondere Rezept dieses besonderen Tropfens ausfindig zu machen. Eine Suche auf den Spuren seines Vaters, die ihn nach Plymouth führen wird – wo Cathy und der tote Obdachlose auf ihn warten… „Der Gin des Lebens“ ist ein humorvoller Kriminalroman, über eine in die Mode gekommene Spirituose, perfekt gemixt mit Figuren, die einem sofort ans Herz wachsen, feinem Humor und einer Portion Spannung.

Christian Gradwohl, der gemeinsam mit seinem Vater die renommierte Weinhandlung in Schrobenhausen betreibt und für seine äußerst unterhaltsamen und fachlich fundierten Geschichten rund um seine angebotenen Spirituosen, bekannt ist, wird die Zuhörer*innen mit einer Ginverkostung verwöhnen und hoffentlich auf den Geschmack bringen ;-).

Carsten Sebastian Henn ist Kulinariker durch und durch. Er besitzt einen Weinberg an der Mosel, hält Hühner und Bienen, studierte Weinbau, ist ausgebildeter Barista und einer der renommiertesten Restaurantkritiker Deutschlands.

Lesung mit Thomas Meyer

SOB LIEST. 2021 Lesung mit Thomas Meyer „Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin“ in Kooperation mit der VHS Schrobenhausen – gefördert durch Neustart Kultur

Datum: 09. Oktober 2021
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: VHS Blauer Saal
Lesung/Autorenbegegnung: „Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin“ Thomas Meyer
Eintritt: 10,00 € / Ermäßigte (Schüler/Studenten) 8,00 €
Vorverkauf: VHS, Stadtbücherei Schrobenhausen, Öffentliche Katholische Bücherei, Buchhandlung an der Stadtmauer

Mit diesem Buch führt Meyer die Erzählung um seinen Helden Motti Wolkenbruch fort, den viele Leser schon aus dem bereits erfolgreich verfilmten Roman "Wolkenbruchs wunderliche Reise in die Arme einer Schickse" kennen, der wochenlang auf der Schweizer Bestseller-Liste zu finden war. Meyer berichtet hier von Motti Wolkenbruch, ein junger Jude, der stets angepasst gelebt hat und auf seine Mutter hörte, bis er auf eine Nichtjüdin, eine Schickse, traf und sich in diese verliebte. Was folgt, ist höchst amüsant, etwas schräg und voll bitterbösem Humor - Wolkenbruch und die erfolglose jüdische Weltverschwörung, Nazis, deren Hasstiraden vor Grammatikfehlern nur so strotzen und die stets übermächtige, allgegenwärtige Mama. „Wolkenbruchs waghalsiges Stelldichein mit der Spionin“ in der Kategorie „Beste Unterhaltung“ auf der Shortlist für den „Deutschen Hörbuchpreis“, 2020.

Thomas Meyer, Sohn einer jüdischen Mutter und eines christlichen Vaters, wurde 1974 in Zürich geboren, begann ein Jura-Studium, das er jedoch schnell wieder aufgab und arbeitete als Reporter und Texter für Werbeagenturen. Neben der Schriftstellerei machte sich Meyer auch als Aktionskünstler in der Schweiz einen Namen - so klebte er beispielsweise unter dem Motto "Aktion für ein gutes Zürich" einige Jahre lang Postkarten mit provozierenden Fragen (Sind Sie ein guter Mensch? Seit wann?) an die Laternenpfähle seiner Stadt.

Krimilesung mit Nicola Förg

SOB LIEST. 2021 Krimilesung „Böse Häuser“ – gefördert durch Neustart Kultur

Datum: 25. November 2021
Uhrzeit: 20:00 Uhr
Ort: Stadtbücherei Schrobenhausen
Veranstaltung: Krimilesung & mehr: „Böse Häuser“ mit Nicola Förg
Eintritt: 10,00 €
Vorverkauf: Stadtbücherei Schrobenhausen, Öffentliche Katholische Bücherei, VHS Schrobenhausen, Buchhandlung an der Stadtmauer

Spannend, aktuell und mit einem Augenzwinkern: In ihrem Kriminalroman „Böse Häuser“ lässt Nicola Förg ihre beiden erfolgreichen Ermittlerfiguren Irmi Mangold (Alpen-Krimis, u. a. „Flüsternde Wälder“ und „Wütende Wölfe“) und Gerhard Weinzirl (Oberbayern-Krimis, u. a. „Markttreiben“ und „Heimatherz“) erstmals gemeinsam ermitteln. Im spannenden neuen Fall wird der Wunsch nach einem eigenen Zuhause zum lebensgefährlichen Traum, frei nach dem Motto: Schöner wohnen, schneller sterben! 

Wohnen ist Leben! Wohnungssuche kann tödlich sein! Während Kommissarin Irmi Mangold rein privat einen Hof zum Kauf besichtigt, wird ein anderer Kaufinteressent direkt neben ihr erschossen. Der Tote: der Besitzer eines Autohauses für Nobelkarossen. Der Makler: ein Geschäftsmann mit eigener Moral. Der Hausbesitzer: ein zugeknöpfter Biobauer. Irmi und der leitende Ermittler Gerhard Weinzirl werden in jenen Strudel aus Neid und Hass gerissen, der wühlt, wenn es um Geld und Besitz geht. Die Spuren führen in die Vergangenheit, bis ins Berlin der Nachwendezeit – wo Häuser böse Geschichten erzählen. 

Um die Vergangenheit geht es auch in ihrem brandaktuellen Roman, der eine ganz neue Facette Nicola Förgs zur Erscheinung bringt und aus dem sie zusätzlich eine kleine Kostprobe geben wird.

In „Hintertristerweiher“ erzählt sie von einem außergewöhnlichen Mädchen, das seinen eigenen Wert nicht kennt. Eine Liebe, die eine große hätte sein können, doch nie Erfüllung findet. Förg erzählt auf zwei Zeitebenen eine Geschichte über das Ungesagte zwischen der Kriegsgeneration und den Nachgeborenen, über Heimat und Heimatlosigkeit, Seelenorte und Seelenverwandte.